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Point Alpha in der Rhön

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Heute weisen Hinweisschilder an   Autobahn A7 auf   Museum am ehemaligen Point Alpha hin.
Point Alpha war ein Beobachtungsposten   amerikanischen Armee. Er befand sich zwischen dem hessischen Ort Rasdorf und   Thüringischen Kleinstadt Geisa. Gaisa war damals   am weitesten im Westen gelegenen Stadt des Warschauer Paktes.
Die Amerikaner hatten noch drei weitere Stützpunkte an   innerdeutschen Grenze in Hessen.
Nur dieser blieb erhalten. Eine Gedenktafel bezeichnet diese Stelle als den heißesten Ort im Kalten Krieg. 1962 gab es einen tödlichen Zwischenfall: Der Grenzzaun mitten in Deutschland wurde damals verstärkt. Der DDR-Hauptmann Rudi Arnstadt überwachte   Bauarbeiten. Im Streit mit den westdeutschen Grenzschützern fiel ein Schuss. Ein westdeutscher Grenzschützer erschoss den DDR-Hauptmann. Der Tathergang blieb unklar. 26 Jahre später wurde   ehemalige Todesschütze ermordet. Auch diese Tat wurde nie aufgeklärt. Viele vermuten einen verspäten Racheakt.
Wegen des bis November 1989 unüberwindlichen Zauns zwischen   DDR und   Bundesrepublik nannte man diese Grenze auch „Eiserner Vorhang“.
In   nördlichen Rhön vermutete man   bevorzugte Aufmarschgebiet des Warschauer Paktes. Man beobachtete   Truppenbewegungen im Osten und hörte den Funkverkehr in   DDR ab. Durch genaue Beobachtungen hoffte man den Anmarsch auf   Stadt Fulda frühzeitig zu erkennen. Die US-Armee war sogar bereit, Atomwaffen einzusetzen, um den Feind am Durchmarsch zu stoppen.
Dort wo heute   Museum steht, wurde 1968   erste Beobachtungsturm aus Holz errichtet. 1982 baute man einen Stahlturm. 1985 erstellte man den heute noch begehbaren Beton-Turm.
1991, im Jahr nach   deutschen Wiedervereinigung, gab   amerikanische Armee den Standort auf. Im gleichen Jahr löste sich   Sowjetunion auf. Fast alles, was Deutschland teilte, wurde abgebaut. Am Point Alpha blieb ein Stück Grenze als Ausstellungsstück stehen. Dort wo einst   Fahrweg   DDR-Grenztruppen war, verläuft heute ein Wanderweg. Die Natur hat sich den Todestreifen überall zurückgeholt. Dort leben jetzt viele seltene Tierarten.
Die große Politik findet nur noch an seltenen Tagen in   Rhön statt. Am Gedenktag erhalten bedeutende Staatsmänner den mit einem Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro dozierten Point-Alpha-Preis: George H. W. Bush, Michail Gorbatschow und Helmut Kohl gehören zu den geehrten Politikern.
Deren fast 30 Jahre zurückliegenden Entscheidungen ist es zu verdanken, dass   Rhön ihre militärische Bedeutung verloren hat. Ein Stück Grenze am Point Alpha wurde zum Mahnmal.

 
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